Beiträge der BKK Textilgruppe Hof

Krankenversicherung: Zahlen und Daten

Beiträge zur Krankenversicherung

Fünf Jahre nach seiner Einführung wurde der Einheitsbeitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch ein Kombimodell ersetzt: Seit 2015 gilt für alle Krankenkassen ein bundeseinheitlicher Basisbeitrag von 14,6 % (hälftig verteilt auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer), den jede Krankenkasse mit einem individuellen Zusatzbeitrag ergänzt, den der Arbeitnehmer trägt.

Andere erhöhen, wir bleiben stabil

Aufgrund der gestiegenen Ausgaben und reduzierten Bundeszuschüsse haben einige Kassen in diesem Zuge ihre Beiträge erhöht. Die gute Nachricht: Aufgrund ihrer guten Wirtschaftslage erhebt die BKK Textilgruppe Hof auch nach dem Jahreswechsel 2016/2017 einen Zusatzbeitrag von weiterhin nur 0,9 %. Damit bleibt der Beitrag wie auch in den letzten Jahren stabil bei 15,5 %. Dieser verteilt sich wie folgt:

  • 7,3 % Arbeitgeber
  • 7,3 % Arbeitnehmer
  • 0,9 % Zusatzbeitrag Arbeitnehmer

In den anderen Zweigen der Sozialversicherung tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beiträge je zur Hälfte.

Wie bisher gilt für besondere Personenkreise ein ermäßigter Beitragssatz, der weiterhin bei 14,9 % (14,0 % zzgl. 0,9 % Zusatzbeitrag) liegt. Er gilt grundsätzlich für Mitglieder ohne Krankengeldanspruch. Ausgenommen sind u. a. gesetzliche Rente und Versorgungsbezüge. In den meisten Fällen übernimmt die beitragsabführende Stelle wie Arbeitgeber, Rentenversicherung oder Bundesagentur für Arbeit die Berechnung und Überweisung der Sozialversicherungsbeiträge.

Die GKV-Beiträge werden, ergänzt durch Steuermittel, taggleich an den Gesundheitsfonds weitergeleitet, aus dem dann pauschale Zuweisungen an die Krankenkassen zurückfließen, die sich aus Alter, Geschlecht und Diagnosen jedes Versicherten errechnen.

Beiträge zur Pflegeversicherung

In der Pflegeversicherung liegt der Beitragssatz 2017 bei 2,55 % bzw. 2,8 % (Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr). Mitglieder der Geburtsjahrgänge vor 1940 sind von der Zahlung des Beitragszuschlags für Kinderlose ausgenommen, ebenso Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II sowie im Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst Tätige.

Versicherungspflichtgrenze

Überschreitet Ihr Bruttoeinkommen in einem Kalenderjahr die Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt (2017: 57.600 €), können Sie unter allen gesetzlichen und privaten Krankenversicherern (PKV) frei wählen, natürlich auch die Mitgliedschaft bei der BKK Textilgruppe Hof freiwillig fortsetzen, mit klaren Vorteilen: Sie sind damit auch bei Änderung der Lebens- und Einkommensverhältnisse gesetzlich abgesichert, zahlen bei Gesundheitsrisiken wie Krankheit oder Alter keine erhöhten Beiträge und können gesetzliche Leistungen wie Krebsvorsorge oder Psychotherapie in Anspruch nehmen, die in der PKV nicht einheitlich geregelt sind.

Beitragsbemessungsgrenzen

Für die einzelnen Zweige der Sozialversicherung gibt es unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen (BBG). Diese legen das Einkommen fest, das in die Berechnung der Beiträge höchstens einfließt. 2017 liegt die Beitragsbemesserungsgrenze für die Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bei einem Bruttoeinkommen von jährlich 52.200.

Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen (BBG Jahresbrutto in €) 2017

Versicherungszweig Beitragssatz in % BBG West BBG Ost
Krankenversicherung 15,5 (14,6 % Einheitsbeitrag zzgl. 0,9 % Zusatzbeitrag) 52.200 52.200
Pflegeversicherung 2,55/2,8 52.200 52.200
Rentenversicherung 18,7 76.200 68.400
Arbeitslosenversicherung 3,0 76.200 68.400

Weitere Grenzwerte in der GKV auf einen Blick

  • Versicherungspflichtgrenze: 4.800 € (Jahr: 57.600 €); seit 31.12.2002 PKV-versichert: 4.350 € (Jahr: 52.200 €)
  • Mindestbemessungsgrundlage (mindestens zugrunde gelegtes monatliches Bruttoeinkommen für die Beitragsberechnung freiwillig Versicherter):
  • allgemein: 991,67 €
  • hauptberuflich Selbstständige: 2.231,25 €
  • Existenzgründer: 1.487,50 €
  • Regelbemessungsgrenze hauptberuflich Selbstständige: 4.350 €
  • Maximaler Arbeitgeberzuschuss zum PKV-Beitrag (für Arbeitnehmer mit Krankengeldanspruch): 317,55 €
  • Geringverdienergrenze: 325 €
  • Gesamteinkommensgrenze für den Anspruch auf Familienversicherung: 425 € bzw. 450 € bei Minijob
  • Gleitzone (Midijob, reduzierte Beiträge): 450,01–850,00 €
  • Gesetzlicher Mindestlohn (brutto je Zeitstunde): 8,84 €

Beitragsberechnung für freiwillig Versicherte

Bei der Ermittlung der monatlichen Beiträge für freiwillig Versicherte werden beitragspflichtige Einnahmen von mindestens 991,67 € (Mindestbemessungsgrundlage), bei hauptberuflich Selbstständigen von 2.231,25 € und bei Existenzgründern von 1.487,50 € angenommen.

Beiträge aus Pensionen, Betriebsrenten oder ähnlichen Bezügen

Versicherungspflichtige, die neben ihrem Arbeitsentgelt oder der gesetzlichen Rente noch eine Pension oder eine Betriebsrente erhalten, müssen aus diesen Bezügen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Versorgungsbezüge als einmalige Kapitalabfindung, als monatliche Rente gezahlt werden oder aus dem Ausland stammen.

Studentische Krankenversicherung

Familienversicherte Studenten müssen keine Beiträge bezahlen. Für alle anderen Studenten liegen die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung zum Jahreswechsel bei 72,16 € im Monat zuzüglich 16,55 € zur Pflegeversicherung bzw. 18,17 € für Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr. Anspruch auf die studentische Krankenversicherung haben Studenten bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters oder dem 30. Geburtstag. Eine Verlängerung kann u. a. bei Geburt eines Kindes, Behinderung, zweitem Bildungsweg, längerer Erkrankung, Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst, Wartezeiten oder Betreuung behinderter Familienangehöriger gewährt werden. Neben dem Studium ist eine nicht berufsmäßige Beschäftigung von bis zu 2 Monaten oder 50 Tagen pro Kalenderjahr von der Sozialversicherungspflicht befreit (z. B. „Ferienbeschäftigung“).

Familienversicherung

Die Gesamteinkommensgrenze für familienversicherte Angehörige liegt 2017 bei 425 € monatlich. Übt der Angehörige eine geringfügig entlohnte Beschäftigung („Minijob“) aus, erhöht sich die Einkommensgrenze auf 450 €. Mehr zur Familienversicherung ...

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