Gesundheitskarte der BKK Textilgruppe Hof

Elektronische Gesundheitskarte eGK

Auf der eGK sind die Versichertenstammdaten wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse gespeichert. Außerdem ist neben der Krankenversicherungsnummer auch der Versichertenstatus hinterlegt. Zur Vermeidung von Missbrauch befindet sich auf der Vorderseite ein Lichtbild. Ausgenommen sind Versicherte, die unter 15 Jahren alt sind oder kein Lichtbild anfertigen können. Doch die Karte mit ihrem intelligenten Prozessor kann viel mehr. So soll sie zukünftig als Schlüssel für die Telematikinfrastruktur alle Beteiligten im Gesundheitswesen verbinden und damit nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Behandlungsqualität verbessern.

Mehr Transparenz: Elektronische Patientenakte und Patientenfach

Gemäß des E-Health Gesetzes muss die gematik als federführendes Unternehmen bis Ende 2018 die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Daten der Patienten (z. B. Arztbriefe, Notfalldaten, Daten über die Medikation) in einer elektronischen Patientenakte für die Patienten bereitgestellt werden können. Diese sind damit in der Lage, ihre Behandler über ihre wichtigsten Gesundheitsdaten zu informieren.

Auch ein elektronisches Patientenfach soll in diesem Rahmen bis Ende 2018 angelegt werden, in dem alle mittels der eGK gespeicherten Daten sowie weitere Informationen wie z. B. Blutzucker- oder Blutdruckwerte aufgenommen und vom Patienten auch außerhalb der Arztpraxis eingesehen werden können.

Über den Versichertenstammdatendienst können zukünftig beim ersten Arztbesuch im Quartal die Versichertenstammdaten abgeglichen und ggf. aktualisiert werden, wenn der Versicherte bereits Änderungen, z. B. nach einem Umzug, an seine Krankenkasse gemeldet hat.

Arztbrief und Medikamenten-Verordnungen elektronisch abrufbar

Auch die Arztkommunikation soll über die eGK erleichtert werden. Befindet sich ein Patient bei mehreren Ärzten und anderen Heilberufen (z. B. Psychologen, Physiotherapeuten) in Behandlung, so wissen diese bislang meist nichts voneinander oder verständigen sich nicht über die Behandlung. Die eGK ermöglicht – wie immer nur mit Einverständnis des Patienten – hier eine schnelle und sichere Kommunikation und den Austausch wichtiger medizinischer Befunde. Somit können schädliche Doppelbehandlung und -untersuchungen vermieden und die Therapien aufeinander abgestimmt werden.

Ab 2017 sollen auch Arztbriefe und ab 2018 Medikationspläne per eGK übermittelt werden. Statt mehrere unabhängige Verordnungen verschiedener Ärzte soll es daher für alle Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente anwenden, einen einzigen, übersichtlichen und verständlichen Medikationsplan geben, auf den Patient und Ärzte zugreifen können.

Blutgruppe, Allergien, Krankheiten: Medizinische Daten im Notfall wertvoll

Meddizinische Informationen sind bei jeder Behandlung – insbesondere aber im Notfall – entscheidend. Ab 2018 sollen daher entsprechende Daten über die eGK gespeichert werden, angefangen mit Notfalldaten. Diese können neben z. B. Erkrankungen, Medikation, Allergien und Blutgruppe auch Kontaktdaten eines Angehörigen enthalten. Im Ernstfall können diese Daten von Ärzten bzw. Sanitätern ausgelesen werden – im Fall der Notfalldaten ohne PIN. Auch Hinweise auf das Vorhandensein und den Aufbewahrungsort von Organspendeerklärungen sollen in einem der nächsten Schritte mittels der eGK gespeichert werden können.

Hohe Sicherheitsstandards: Zugangsbarrieren, Verschlüsselung, Freiwilligkeit

Jede Speicherung und Nutzung von Daten, die über die bisherigen Funktionen hinausgeht, geschieht freiwillig und damit nur mit Einverständnis des Patienten. Dieser bestätigt jede Nutzung erneut mit seiner PIN, kann diese Barriere aber auch für bestimmte Funktionen wie den Medikationsplan entsperren. Alle sensiblen Gesundheitsdaten werden zudem doppelt verschlüsselt und sind somit wie bei einer Bankkarte nur mit der eGK (als Zugangsvoraussetzung zu den im System gespeicherten Daten) und PIN abrufbar. Der Leistungserbringer (z. B. Arzt, Zahnarzt, Psychologe) benötigt für den Zugriff einen dritten Schlüssel, seinen Heilberufsausweis, den er in das Kartenterminal schiebt und sich so für alle Lese- und Schreibvorgänge authentifiziert. Somit passiert nichts, was der Patient nicht wünscht. Nur berechtigte Leistungserbringer haben Zugriff auf die Daten. Dritte, wie z. B. die Krankenversicherung, erhalten keinen Zugang. Aus Gründen der Nachverfolgbarkeit werden die letzten 50 Zugriffe auf die Karte gespeichert.

Förderung der Telemedizin: Videosprechstunde bei Immobilität

Auch die Telemedizin soll nach dem E-Health-Gesetz erleichtert werden, z. B. die telekonsiliarische Beurteilung von Röntgenaufnahmen (ab 1.4.2017) oder die Online-Videosprechstunde (ab 1.7.2017), was insbesondere in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen zugutekommt.

Derzeit arbeiten Leistungserbringer im Gesundheitswesen noch mit vielen verschiedenen IT-Systemen, die nicht alle kompatibel sind. Dies soll ebenfalls schrittweise verbessert werden.

Neue Gesundheitskarte „eGK-G2“ bald in der Post

Bis November 2011 erhielten alle unsere Versicherten die erste elektronische Gesundheitskarte – eGK Typ G1. Die maximale Nutzungsdauer für die Karte beträgt nach den gesetzlichen Vorgaben fünf Jahre. Somit erhalten Sie in den kommenden Wochen Ihre neue eGK der Generation G2.

Generell werden die heute ausgegebenen eGK der ersten Generation ihre maximale Nutzungsdauer in den nächsten Monaten erreichen. Nach den Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die mit dieser eGK verbundenen Verwendung von DES-Schlüsseln nur bis Ende 2017 gestattet.

Vom ersten Ablauf der Nutzungsdauer sind in diesem Jahr noch annährend 4.000 Versicherte unserer BKK betroffen. Nachdem die jetzt aktuell genutzten Gesundheitskarten jedoch ohnehin spätestens Ende 2017 ihre Gültigkeit verlieren, haben wir uns entschlossen, alle Versicherten noch in diesem Jahr unabhängig von der Gültigkeit der bisherigen Karte eine neue eGK – Typ G2 –zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen erhalten Sie mit Ihrer neuen eGK-G2.

Ihr Lichtbild ist gefragt

Sollten Sie uns noch kein Lichtbild geschickt haben, holen Sie dies bitte umgehend nach. Denn nur so können Sie nach dem 31.12.2013 wie gewohnt alle Leistungen in Anspruch nehmen. Ausnahme: Von der gesetzlichen Pflicht zur Abgabe eines Lichtbildes sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren befreit, sowie Versicherte, denen die Erstellung des Fotos nicht möglich ist, weil sie z. B. pflegebedürftig und nicht mobil sind). Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Mitwirkung.

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