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FSME: steigendes Risiko

In den warmen Monaten steigt die Gefahr von FSME-Infektionen durch Zeckenstiche, besonders in den Risikogebieten in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Teilen Thüringens. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml rief daher auf, sich besser zu schützen. „Von April bis Oktober ist die Gefahr am größten. Deshalb ist es jetzt höchste Zeit für eine Schutzimpfung.“

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 159 FSME-Fälle in Bayern registriert. Im Vorjahr waren es 128. Experten zufolge infizieren sich 90 % der an FSME Erkrankten bei Freizeitaktivitäten. Huml warnt: „FSME ist keine Lappalie. Denn die Folge können Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark sein. Vor allem bei älteren Menschen kann die Erkrankung schwer verlaufen. Von den 159 FSME-Fällen aus dem vergangenen Jahr mussten 134 (84 Prozent) im Krankenhaus behandelt werden. Ein Mensch ist sogar an der FSME gestorben." Aktuell zählen 83 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten zu den FSME-Risikogebieten.

Nach erfolgter Infektion treten bei rund 30 % der infizierten Menschen Krankheitserscheinungen auf. Die Krankheit verläuft in zwei Phasen: Zunächst kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche bis 20 Tagen entsteht bei ca. 10 % dieser Patienten eine Meningoenzephalitis (Hirnhaut- und Gehirnentzündung). Es besteht dabei die Gefahr von bleibenden Schäden wie Lähmungen. Bei 1–2 % führt die Erkrankung zum Tod.

Dr. Nikolaus Frühwein, Präsident der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen, erläutert: „Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich. Ab 14 Tagen nach der zweiten Impfung besteht für 90 % der Geimpften bereits ein Schutz. Dieser ist für die laufende Saison zunächst ausreichend."

Auch der Präsident des Bayerischen Jagdverbands, Professor Dr. Jürgen Vocke, rät zur Impfung: „Egal ob in der Mittagspause im Park, während der Rast beim Wandern oder als Jäger im Revier: keinesfalls direkt auf den Boden legen oder setzen! Zecken fallen nicht von Bäumen oder Sträuchern, sie sind eher faul und lassen sich von der Vegetation abstreifen. Das bedeutet, wenn Sie die Socken über die Hosenbeine ziehen oder Gummistiefel tragen, wird es den Zecken schwerer gemacht, an die Haut zu gelangen und eine Einstichstelle zu finden. Ist es passiert, hilft schnelles, richtiges Entfernen."

Häufig wird FSME mit der ebenfalls durch Zecken übertragenen bakteriellen Borreliose verwechselt. Gegen diese stehen zwar noch keine Impfungen, aber wirksame Antibiotika zur Verfügung. Borreliose zeigt sich häufig in den Wochen nach dem Biss durch einen roten, sich verändernden Fleck (Wanderröte) im Bereich der Einstichstelle.

Weitere Informationen unter: www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/zecken/ und www.zecken.bayern.de

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